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Pflege im Spannungsfeld von Professionalisierung und Ökonomisierung

  • Das Jahr 2020 wurde von der Weltgesundheitsorganisation aus Anlass des 200. Geburtstags von Florence Nightingale – Pionierin der Pflege(wissenschaft) – zum »Jahr der Pf lege und des Hebammenwesens« ausgeru-fen. Gleichzeitig läuft beim International Council of Nursing (ICN) die Kampagne »Nursing Now«. Damit will der ICN auf die entscheidende Rolle der Pflegefachkräfte für die Gesundheit aller Menschen weltweit hinweisen. Parallel und unabhängig davon wird in Deutschland derzeit ein öffentlicher und politischer Diskurs im Kontext des »Fachkräfteman-gels« in der beruflichen Pflege geführt, der stark vom Thema »Berufs-attraktivität« dominiert ist. So wichtig sowohl die Diskussionen über Attraktivitätsfaktoren wie beispielsweise das Gehalt als auch die ent-sprechenden Reformanstrengungen sind, erscheinen sie doch verkürzt. Berufsattraktivität in der Pflege kann nicht ohne Betrachtung von Profes-sionalisierungsprozessen und Ökonomisierungslogiken als relevante Ent-wicklungen in der Pf lege sowie deren widersprüchlichem Spannungsverhältnis diskutiert werden. Sowohl in wissenschaftlichen als auch in politischen Diskursen werden diese beiden Prozesse meist unabhängig voneinander verhandelt. Sie stehen jedoch in einem für die Berufsattraktivität äußerst problematischen Wechselverhältnis. Dies zu berücksichtigen, erscheint für die Zukunft der beruflichen Pflege von hoher Relevanz. Dieser Beitrag erweitert den Diskurs um Fachkräftemangel beziehungs-weise -bedarf in der Pf lege um eine differenzierte Betrachtung des hoch- komplexen wechselseitigen Spannungsverhältnisses zwischen Ökonomie und Professionalisierung sowie dessen Auswirkungen auf die Berufsattraktivität.Um das Thema in seiner Komplexität darstellen zu können, erfolgt zunächst ein Abriss des Professionalisierungsprozesses der Alten- und (Kinder-)Krankenpflege in Deutschland. Anschließend werden die Ökonomisierung des Gesundheitswesens und deren Auswirkung auf den Berufsalltag dargestellt. Die Folgen der Ökonomisierung auf den Professionalisierungsprozess und schließlich auch für die Berufsattraktivität werden anhand empirischer Daten des Forschungsverbundes ZAFH care4care – Fachkräftebedarf in der Pflege im Zeichen von Alterung, Vielfalt und Zufriedenheit1 analysiert. Daraus abgeleitet werden abschließend exemplarisch Ansatzpunkte für weitere Aushandlungsprozesse skizziert.

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Metadaten
Author:J. Mohr, G. Fischer, N. Lämmel, T. Höß, K. Reiber
ISBN:978-3-7425-0497-5
Parent Title (German):Pflege : Praxis ‒ Geschichte ‒ Politik.
Subtitle (German):Oder: Kann der Pflegeberuf wirklich attraktiver werden?
Publisher:Bundeszentrale für politische Bildung
Place of publication:Bonn
Document Type:Article
Language:German
Year of Completion:2020
Release Date:2021/01/27
Page Number:11
First Page:203
Last Page:213
Open Access?:nur im Hochschulnetz
Relevance:Keine peer reviewed Publikation (Wissenschaftlicher Artikel und Aufsatz, Proceeding, Artikel in Tagungsband)
Licence (German):License LogoVeröffentlichungsvertrag ohne Print-on-Demand